Zeit: 10 bis 15 Uhr
Blut – ein immerwährend knappes Gut. Erst vor wenigen Wochen waren Blutkonserven in Thüringen so knapp, dass die Durchführung geplanter Operationen infrage gestellt war. Obgleich die Krankenhäuser nicht für die Beschaffung der Konserven bzw. die Blutspende zuständig sind, haben Universität Jena und das Klinikum in Weimar Initiativen ergriffen, um alle medizinischen Leistungen auch erbringen zu können. Regelmäßige Blutspenden sind unverzichtbar, um die kontinuierliche medizinische Versorgung in der Region sicherzustellen. Auch das Sophien- und Hufeland-Klinikum ist dauerhaft auf ausreichend verfügbare Blutkonserven angewiesen – etwa für Operationen, die Behandlung schwerer Verletzungen oder in der Krebstherapie.
„Blut lässt sich nicht künstlich herstellen und ist nur begrenzt haltbar. Deshalb ist es entscheidend, dass Menschen kontinuierlich und unabhängig von akuten Engpässen spenden“, betont Dr. Christof Lascho, Ärztlicher Direktor und Intensivmediziner am Sophien- und Hufeland-Klinikum.
Vor diesem Hintergrund findet eine öffentliche Blutspende für alle Interessierten statt. Koordiniert wird der Termin durch das Institut für Transfusionsmedizin der Universitätsklinik Jena. Der Termin trägt dazu bei, die Patientenversorgung langfristig zu sichern und einen stabilen Blutvorrat zu gewährleisten. Auch zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sophien- und Hufeland-Klinikums unterstützen die Aktion und werden selbst Blut spenden.
Blutspenden bedeutet dabei nicht nur Hilfe für andere: „Mit einer Blutspende helfen die Menschen nicht nur Patientinnen und Patienten, sondern tun auch etwas für ihre eigene Gesundheit. Vor jeder Spende werden unter anderem der Hämoglobingehalt – also der HB-Wert – sowie der Blutdruck kontrolliert. So erhalten Spenderinnen und Spender regelmäßig einen wichtigen Gesundheitscheck“, erklärt Dr. Lascho.
Interessenten werden gebeten, ihren Personalausweis und – falls vorhanden – ihren Blutspendeausweis mitzubringen. Jede einzelne Spende ist ein wertvoller Beitrag zur sicheren und verlässlichen Patientenversorgung. Alle Spendenden erhalten eine Aufwandsentschädigung.
Gesunde Menschen ab 18 Jahren können Blut spenden, eine Altersobergrenze besteht nicht mehr. Die Eignung wird bei einer ärztlichen Voruntersuchung geprüft. Gesunde Männer dürfen bis zu sechs Mal pro Jahr Blut spenden, Frauen bis zu vier Mal innerhalb von zwölf Monaten. Zwischen zwei Spenden müssen mindestens acht Wochen liegen.
Weitere Informationen zu Spendevoraussetzungen finden Sie hier.