Wo schnelle Entscheidungen getroffen werden müssen, sind verlässliche Informationen unverzichtbar. Auf der Intensivstation des Sophien- und Hufeland-Klinikums unterstützt deshalb künftig der sogenannte ICU-Manager das Behandlungsteam bei der digitalen Erfassung und Bündelung relevanter Patientendaten. Mit der Einführung des Systems setzt das Klinikum einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung um. Der ICU-Manager ist eine Softwarelösung für Intensivstationen und bündelt wichtige Patientendaten aus unterschiedlichen medizinischen Geräten und Krankenhausinformationssystemen in einer zentralen digitalen Plattform. Damit gehört die bisherige papierbasierte Patientenkurve auf der Weimarer Intensivstation nun der Vergangenheit an.
Möglich wurde die Umsetzung durch die Fördermittel des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG), mit dem Bund und Länder die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorantreiben. Nach umfangreichen Vorbereitungen und einer intensiven Testphase ist das System nun erfolgreich in den Regelbetrieb gestartet.
Eine zentrale Rolle bei der Einführung spielten die Fachkrankenschwestern für Intensivpflege und Anästhesie, Franziska Wieczorek und Susanne Schneider, sowie Oberarzt Sebastian Hoffmann. Sie wurden bereits vor einem Jahr umfassend geschult und haben die Einführung des Systems von Beginn an aktiv begleitet.
Gemeinsam haben sie die Grundeinstellungen verfeinert und die Anwendung auf die Anforderungen der Intensivstation angepasst. „Die Umstellung war aufwändig und mit viel zusätzlichem Engagement verbunden. Der Einsatz hat sich jedoch absolut gelohnt“, betont das Projektteam. Die digitale Dokumentation sorgt dafür, dass relevante Informationen schneller verfügbar sind, unterstützt die Arbeitsabläufe auf der Intensivstation und stärkt die pflegerische und medizinische Versorgung.
Auch Chefarzt Dr. Christof Lascho zeigt sich erfreut über die erfolgreiche Einführung:
„Mit der digitalen Patientenkurve schaffen wir die Grundlage für moderne, effiziente Prozesse auf unserer Intensivstation. Durch die automatisierte Übernahme von Daten aus verschiedenen Systemen wird der Dokumentationsaufwand reduziert und gleichzeitig mehr Zeit für die direkte Patientenversorgung gewonnen. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Projekt mit großem Einsatz vorangetrieben haben.“
Mit dem Start des ICU-Managers verfügt die Intensivstation nun über eine moderne digitale Dokumentationslösung, die den klinischen Alltag unterstützt und die Versorgungsqualität weiter stärkt.