Das Klinikum Weimar baut seine ambulante Versorgung für Kinder und Jugendliche weiter aus: Als erstes Krankenhaus in Thüringen verfügt es über eine Pädiatrische Institutsambulanz (PädIA). Damit wird ein spezialisiertes Angebot geschaffen, das die Lücke zwischen der Behandlung in der kinderärztlichen Praxis und einem stationären Krankenhausaufenthalt schließt.
Unter dem Dach der Pädiatrischen Institutsambulanz werden zunächst die Spezialsprechstunden für Kindergastroenterologie und Neuropädiatrie geführt. Die kindergastroenterologische Sprechstunde betreut Oberärztin Anja Rabe, die neuropädiatrische Sprechstunde Oberärztin Ina Riemer. Das Klinikum plant die Erweiterung des Spektrums an spezialisierten Angeboten. Die PädIA richtet sich an Kinder und Jugendliche mit komplexen Erkrankungen oder Fragestellungen, bei denen die ambulanten Behandlungsmöglichkeiten in der kinderärztlichen Praxis ausgeschöpft sind. Gleichzeitig handelt es sich um Patientinnen und Patienten, für die eine stationärer Aufenthalt vermieden werden kann.
„Nicht jedes Kind, das eine spezialisierte Diagnostik oder Therapie benötigt, muss stationär aufgenommen werden. Mit der Pädiatrischen Institutsambulanz bieten wir eine wichtige Ergänzung zur Versorgung durch die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen und schaffen für komplexe Fragestellungen eine spezialisierte ambulante Struktur“, erklärt PD Dr. Kristin Kipp, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.
Die Vorstellung in der Pädiatrischen Institutsambulanz erfolgt weiterhin über eine Überweisung durch die behandelnde Kinderärztin oder den behandelnden Kinderarzt beziehungsweise durch die Hausärztin oder den Hausarzt. Voraussetzung ist, dass die ambulanten Möglichkeiten in der Praxis ausgeschöpft sind und eine spezialisierte Behandlung erforderlich ist.
Die bisherigen Spezialsprechstunden bleiben bestehen und werden künftig unter dem Dach der „Pädiatrischen Institutsambulanz (PädIA)“ zusammengefasst und angeboten. Die geänderte organisatorische Zuordnung hat keine Auswirkungen für Patientinnen und Patienten– die medizinische Betreuung und die Ansprechpartnerinnen bleiben vertraut.
„Unser Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen mit besonderen gesundheitlichen Herausforderungen eine hochwertige spezialisierte Versorgung anzubieten und dabei eng mit den Praxen zusammenzuarbeiten. Die Anerkennung als Pädiatrische Institutsambulanz ist ein wichtiger Schritt, um die Versorgung junger Patientinnen und Patienten in Thüringen weiter zu stärken“, sagt PD Dr. Kristin Kipp.
Klinik-Geschäftsführer Tomas Kallenbach ergänzt: „Die Zulassung der Pädiatrischen Institutsambulanz ist ein wichtiger Schritt für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen und kann helfen, stationäre Aufenthalte zu vermeiden oder zu verkürzen. Nachdem wir alle erforderlichen Abstimmungen mit der kassenärztlichen Vereinigung Thüringen abschließen konnten, gehen wir nunmehr als eine der ersten Kliniken mit diesem Leistungsangebot an den Start.“
Das Weimarer Klinikum blickt auf eine lange Tradition in der pädiatrischen Versorgung zurück. Gegenwärtig werden im Klinikum Schwerpunkte im Bereich der Neonatologie, der Kinder- und Jugendpsychosomatik sowie der allgemeinen Pädiatrie angeboten.